Es ist nichts Neues, dass die UV-Strahlung der Sonne vor allem in den heißen Monaten die Haut strapaziert und langfristig schädigt. Auch die Lösungen dagegen sind nicht unbekannt: Sonnencreme, lange Kleidung und schattige Plätzchen sind im Sommer die besten Freunde der Haut. Trotzdem bleibt unserem größten Organ die eine oder andere Sonnenstunde meist nicht erspart – und dazu kommen weitere Quälgeister wie Chlorwasser und Schweiß, die den natürlichen Ph-Wert der Haut durcheinanderbringen und die Hautbarriere brüchig werden lassen.
Mit einigen Pflegestoffen und Vitaminen kann man die Haut allerdings im Sommer erfreuen und sie geschmeidig halten. Wir haben uns umgesehen, welche Kosmetikprodukte und Hausmittel bei sonnengeplagter Haut Abhilfe schaffen und auf welche Inhaltsstoffe wir jetzt achten sollten. Dabei setzen wir auf Naturkosmetik ohne unnötige Inhaltsstoffe – in Österreich produziert und mit den passenden Vitaminen und Pflegeboostern für die strapazierte Haut.
Gurken für mehr Feuchtigkeit

Gurken sind aufgrund ihres hohen Wassergehalts und zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe nicht nur das perfekte Sommergemüse zum Snacken, sondern auch äußerlich angewendet wahre Hautschmeichler. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und wirken abschwellend und lindernd – ideal nach einem Sonnenbrand. Dazu einfach eine gekühlte Gurke in Scheiben schneiden und die Gurkenscheiben auf die betroffenen Hautstellen legen. Auf die Augen gelegt, sollen die Scheiben gegen Augenringe und geschwollene Lider helfen. Wer sich nicht mit Gurke belegen möchte, kann sich stattdessen auch mit Gurkensaft eincremen. Dazu die Gurke einfach pürieren und den Saft durch ein Sieb auffangen, auf den Körper auftragen und einwirken lassen. Positiver Nebeneffekt bei allen gurkenbasierten Beauty-Anwendungen: Die Inhaltsstoffe des grünen Gemüses sollen auch hautstraffend und aufpolsternd wirken.

Unser Produkttipp: Waschcreme von Jungheit mit Gurkensaft. Die veganen Bio-Kosmetikprodukte von Jungheit werden im österreichischen Weinviertel produziert und sind frei von synthetischen Duft- und Konservierungsstoffen. Die Waschcreme eignet sich besonders für die Gesichtsreinigung nach einem langen Strand- oder Badetag: Sie enthält nicht nur Kräuterextrakte wie Melisse, Rosmarin, Thymian und Salbei, sondern auch beruhigenden Gurkensaft.
Vitamin E als Antioxidans

Hautpflege mit Vitamin E ist sowohl vor als auch nach dem Sonnenbad empfehlenswert. Das Antioxidans kann in die Haut eindringen und dort schädliche UV-Strahlung abfangen. Das funktioniert, indem es schädliche Moleküle, die durch Körperreaktionen entstehen (sogenannte freie Radikale), abfängt und neutralisiert. So kann schon vor dem Tag in der Sonne die Haut geschützt werden. Tocopherol, so der in der Kosmetik verwendete Name für Vitamin E, hat aber auch abends noch einen Nutzen: Es fördert die Zellbildung der Haut und trägt so dazu bei, Sonnenschäden rasch wieder zu beheben. Wer seine Haut nun sofort mit Vitamin E versorgen möchte, aber grad kein passendes Kosmetikprodukt bei der Hand hat: Das Wundervitamin ist auch in herkömmlichen Ölen, z. B. in Oliven- und Sonnenblumenöl enthalten. Praktischer und ölfleckenfrei ist allerdings die Pflege mit Vitamin-E-reichen Körperölen bzw. -lotionen.

Unser Produkttipp: Das Bio-Körperöl der steirischen Kosmetikmarke Natur für dich aus Wenigzell enthält besonders viel Vitamin E und fängt damit freie Radikale. Mit Sonnenblumenöl, Sanddornfruchtfleisch, Nachtkerzen- und Hanfsamenöl hält es außerdem die Haut geschmeidig. Das Bio-Sonnenblumenöl der Natur-für-dich-Produkte stammt übrigens von Feldern direkt aus der Region Joglland, nur 1,5 Kilometer von der Produktionsstätte von Natur für dich entfernt. Es handelt sich dabei um eine spezielle Sonnenblumenzüchtung mit besonders viel Öl.
Anti-Aging-Wunder Traubenkernöl

Traubenkernöl gilt als Wunderwuzzi in Sachen Hautpflege: Neben dem bereits erwähnten Vitamin E pflegt es zusätzlich mit sogenannten Polyphenolen, die ebenfalls freie Radikale abfangen und zum Schutz der Zellen beitragen. Fettsäuren wie Linolsäure helfen dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern und die Hautbarriere zu stärken. Studien zufolge soll Traubenkernöl auch als Anti-Aging-Mittel Erfolge erzielen. Erhältlich ist Traubenkernöl als reines Öl, das auch zum Kochen eingesetzt werden kann, oder in Form von verschiedenen Kosmetikprodukten, die oftmals mit zusätzlichen pflegenden Stoffen angereichert sind.

Unser Produkttipp: Das Traubernkernöl-Intensiv-Serum der niederösterreichischen Naturkosmetikmarke dieNikolai stammt aus den Trauben des eigenen Weingartens in der Wachau. Neben einem hohen Anteil an Traubenkernöl enthält das vegane und mikroplastikfreie Serum auch Traubenkernextrakt.
Rosen für den Frischekick

Rosenwasser duftet nicht nur himmlisch, sondern bringt auch unsere Haut zum Strahlen. Auf Gesicht oder Dekolleté gesprüht, füllt es die Feuchtigkeitsspeicher der Haut auf und wirkt beruhigend sowie entzündungshemmend. Außerdem wirkt es erfrischend und verleiht der Haut sofort ein jüngeres Aussehen. Rosenwasser entsteht als Nebenprodukt, wenn Rosenblüten zu Rosenöl verarbeitet werden, und kann – nur am Rande erwähnt – auch zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet werden. Meist wird das sogenannte Hydrolat als Gesichtsspray genutzt, lässt sich aber auch in verschiedenen anderen Kosmetikprodukten finden. Warum uns Rosenduft so guttut, lesen Sie übrigens hier.

Unser Produkttipp: Die hydrating depot cream des südsteirischen Kosmetiklabels Vinoble Cosmetics setzt auf Bio-Rosenwasser, das den Regenerationsprozess der Haut anregt. Wie alle Vinoble-Produkte ist auch die Depot-Feuchtigkeitscreme frei von Parabenen, Paraffinen, PEG-Stoffen und synthetischen Farbstoffen.
Lavendel zur Hauterneuerung

Lavendelöl kennen wir vor allem als entspannenden Duft; auf die Haut aufgetragen wirkt es aber nicht nur beruhigend, sondern auch zellerneuernd – ideal nach einem Sonnenbrand, um geschädigte Hautzellen rasch zu reparieren. Das Öl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die auch unverdünnt auf der Haut keine Reizungen verursachen. Man kann es selbst herstellen: Dazu sind nur getrocknete Lavendelblüten und Jojobaöl, Olivenöl oder Mandelöl nötig. Öl erwärmen und über die zerstampften Lavendelblüten gießen. Blüten vollständig bedecken und in einem Gefäß ca. 4 Wochen lang ruhen lassen. Dann die Lavendelblüten durch ein Sieb filtern und das Öl in einer verschlossenen Flasche an einem lichtgeschützten Ort lagern. Wem das zu aufwendig ist, der kann auch zu Kosmetikprodukten mit dem regenerierenden Öl der violetten Pflanze greifen – in diesen ist der duftende Hautschmeichler meist in Kombination mit anderen Pflegestoffen enthalten.

Unser Produkttipp: Auch das Naturkosmetik-Unternehmen Achtsam Kosmetik aus Linz setzt auf die regenerierende Wirkung von Lavendel: Die schmeichelnde Körperlotion Lavendel enthält ätherisches Lavendelöl aus Österreich und pflegt außerdem mit Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Mohnöl und Hanföl. Hinter Achtsam Kosmetik steckt Andrea Seebacher, die die Philosophie verfolgt, dass der Körper regionale Rohstoffe am besten verwerten kann. Daher verwendet sie für ihre Kosmetikprodukte fast ausschließlich heimische Pflanzen.
Ringelblumen gegen Rötungen

Nicht umsonst ist die Ringelblume in der Kosmetik ein gefragter Inhaltsstoff: Die gelb-orange Pflanze wartet mit entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften auf und unterstützt die Hautregeneration. Bekannt ist sie in der Kosmetik und auch in medizinischen Cremes unter dem Namen Calendula. Die heimische Blume wird nicht nur bei Wunden, sondern auch bei rissiger oder sonnengeschädigter Haut eingesetzt. Ringelblumensalbe lässt sich übrigens einfach selbst herstellen: Man benötigt dazu nur 100 g getrocknete Ringelblumenblüten, 120 ml Sonnenblumenöl und 25 g Bienenwachs. Alles zusammen auf ca. 70 Grad erhitzen (nicht kochen lassen!), einen Tag lang ziehen lassen und danach noch einmal zum Verflüssigen erwärmen, absieben und in saubere Gläser füllen.

Unser Produkttipp: Das Reinigungsöl cleansing & detox oil vom österreichischen Biokosmetik-Label Pure Skin Food reinigt die Haut mit Ringelblumenextrakt und befreit sie nach einem sommerlichen Badetag von Schmutz, Salz und Sand. Die heilenden Wirkstoffe der Calendula wirken dabei gleichzeitig beruhigend und reizmildernd.
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